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Millionen von Kryptowährungsbesitzern im Vereinigten Königreich erhalten stärkeren rechtlichen Schutz, nachdem ein bahnbrechendes Gesetz, das digitale

Vermögenswerte offiziell als persönliches Eigentum anerkennt, in dieser Woche die königliche Zustimmung erhalten hat.

Der 'Property (Digital Assets etc) Act' bestätigt, dass Vermögenswerte wie Bitcoin, andere Kryptowährungen und nicht-fungible Token (NFTs) rechtlich wie traditionelle Eigentumsformen behandelt werden können. Damit zählen England, Wales und Nordirland zu den ersten Rechtsordnungen weltweit, die diese rechtliche Klarheit schaffen.

Die Änderung stärkt den Schutz von Opfern digitaler Diebstähle und Betrugsdelikte und gibt Eigentümern klarere rechtliche Ansprüche, wenn Vermögenswerte gestohlen werden. Sie stellt außerdem sicher, dass Kryptowährungen vererbt, im Falle einer Insolvenz zurückgefordert und von Gläubigern genauso behandelt werden können wie herkömmliche Vermögenswerte.

Das Gesetz ist Teil des umfassenderen „Plan for Change“ der Regierung zur Förderung des Wachstums und zur Stärkung des Rufs des Vereinigten Königreichs als globales Zentrum für rechtliche und finanzielle Innovation. Nach Angaben der Minister wird die Reform das Land für Fintech-Unternehmen – von Start-ups bis hin zu multinationalen Konzernen – attraktiver machen, in einem Sektor, der bereits Milliarden zur Wirtschaft beiträgt.

Die Ministerin für Gerichte und Rechtsdienstleistungen, Sarah Sackman KC MP, erklärte: "Dieses neue Gesetz wird Großbritannien im Zentrum der internationalen Rechtsbranche halten. Indem wir den Status digitaler Vermögenswerte klarstellen, beseitigen wir Unsicherheiten, vereinfachen Streitigkeiten und festigen die Position des Vereinigten Königreichs als Zentrum für Fintech-Innovation.

Diese Regierung passt sich dem Wandel nicht nur an – sie führt ihn an. Durch unseren „Plan for Change“ werden wir das Wachstum im 42,6 Milliarden Pfund schweren Rechtsdienstleistungssektor weiter vorantreiben".

Bislang kannte das britische Recht nur zwei Arten von Eigentum: „Sachen im Besitz“, wie Fahrzeuge, Schmuck oder Mobiltelefone, sowie „Forderungsrechte“, also rechtliche Ansprüche wie Schulden oder Aktien. Das neue Gesetz ermöglicht nun die Schaffung einer weiteren Kategorie speziell für bestimmte digitale Vermögenswerte, indem es deren besondere Eigenschaften anerkennt und ihnen zugleich den vollen Status als persönliches Eigentum verleiht.

Angesichts der weiter steigenden Zahl von Krypto-Betrugsfällen erklärte die Regierung, dass die Reformen den Opfern helfen werden, ihre rechtlichen Ansprüche wirksamer durchzusetzen, und kostspielige Streitigkeiten reduzieren, indem sie Unternehmen Rechtssicherheit über die rechtliche Behandlung digitaler Vermögenswerte geben.

Die Rechtsdienstleistungsbranche trägt derzeit jährlich 42,6 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft bei und beschäftigt rund 384.000 Menschen. Nach Ansicht der Minister ist es entscheidend, das Recht an den technologischen Wandel anzupassen, um die Position des Vereinigten Königreichs als bevorzugten Gerichtsstand für internationale Unternehmen zu sichern. Foto-edwinchuen, Wikimedia commons.