Kultur

Nachrichten

 

Die Schweizer Luftrettung Rega war 2025 so stark gefordert wie selten zuvor. In der Schweiz und im Ausland absolvierte sie über 20’000 Einsätze und half im

Durchschnitt täglich 36 Menschen.

Wie Rega am Dienstag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 20’463 Missionen durchgeführt. Das entspricht einem Plus von 7 % gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt. Allein die Helikoptereinsätze nahmen im Vergleich zu 2024 um 3,7 % zu und unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach Luftrettungsdiensten.

Insgesamt leistete Rega medizinische Hilfe aus der Luft für 13’168 Patientinnen und Patienten. Diese Zahl entspricht nicht der Anzahl der Einsätze, da bei einem Flug mehrere Personen transportiert werden können. Zur Gesamtbilanz zählen zudem Einsätze mit Bergrettern des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) sowie Tiertransporte für die Landwirtschaft.

Mehr Rettungen vor Ort, weniger Spitalverlegungen

Die Rega-Helikopter absolvierten 2025 insgesamt 15’265 Einsätze. Besonders deutlich nahm die Zahl der Rettungen direkt am Ereignisort zu: Mit 9’127 Einsätzen lag dieser Wert um 5 % höher als im Vorjahr. Gleichzeitig gingen die Verlegungsflüge zwischen Spitälern leicht zurück. Mit 2’591 Missionen lagen sie 5,1 % unter dem Vorjahresniveau.

Solche Flüge unterliegen laut Rega natürlichen Schwankungen und hängen unter anderem von Wetterbedingungen sowie vom Freizeit- und Reiseverhalten der Bevölkerung und der Touristen in der Schweiz ab. So war die Luftrettung im Juli 2025 aufgrund anhaltender Regenfälle weniger im Einsatz als im Juni.

Ambulanzjets und Einsätze im Ausland

Die drei Ambulanzjets der Rega flogen im vergangenen Jahr 1’049 Einsätze, was einem Plus von 1,5 % gegenüber 2024 entspricht. Dabei wurden 1’046 Menschen mit medizinischen Problemen zur Behandlung in die Schweiz zurückgebracht. Zusätzlich organisierte die Rega-Zentrale für 310 Personen eine medizinisch begleitete Rückreise auf Linienflügen – etwas weniger als im Vorjahr.

Auch im Ausland wurden die Dienstleistungen der Rega häufiger in Anspruch genommen. Insgesamt zählten 2’590 Personen auf Unterstützung ausserhalb der Schweiz, ein Anstieg von 1,5 %. In 1’234 Fällen leisteten medizinische Fachpersonen telefonische Beratung, während in 1’348 Fällen eine Repatriierung notwendig war.

Die Zahlen zeigen insgesamt die wachsende Bedeutung der Rega – sowohl bei der Notfallrettung im Inland als auch bei der medizinischen Hilfe im Ausland, selbst wenn Wetterbedingungen und Reisegewohnheiten den Einsatzalltag weiterhin beeinflussen. Foto-Valanagut, Wikimedia commons.