Der europäische Dienstleistungssektor hat im Februar 2026 eine leichte Abkühlung erfahren. Die Produktion sank sowohl im Euroraum als auch in der gesamten Europäischen Union um 0,3 %.
Dieser bescheidene monatliche Rückgang folgt auf einen stärkeren Jahresauftakt, bei dem der Euroraum im Januar noch ein robustes Plus von 1,0 % verzeichnete.
Trotz des leichten Rückgangs im Monatsvergleich bleibt der langfristige Trend positiv. Nach neuesten Daten von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, stieg die Dienstleistungsproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Euroraum um 1,4 % und in der EU um 1,3 %.
Gemischte Bilanz in den verschiedenen Branchen
Die Verlangsamung im Februar wurde weitgehend durch einen deutlichen Rückgang im Sektor Information und Kommunikation verursacht, der blockweit um 2,0 % einbrach. Auch das Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) hatte mit Gegenwind zu kämpfen und sank um 0,6 %, was auf eine gewisse Ermüdung der Konsumausgaben im Hochwinter hindeutet.
Die „Wissensökonomie“ fungierte jedoch als wichtiger Puffer. Der Bereich Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen wuchs im Euroraum um 0,5 % und in der EU um solide 1,0 %, was auf eine anhaltende Nachfrage nach hochwertigen Unternehmensdienstleistungen schließt.
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Branche |
Euroraum (Vgl. zum Vormonat) |
EU (Vgl. zum Vormonat) |
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Verkehr & Lagerei |
+0,2 % |
-0,3 % |
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Beherbergung & Gastronomie |
-0,6 % |
-0,6 % |
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Information & Kommunikation |
-2,0 % |
-2,0 % |
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Grundstücks- & Wohnungswesen |
-0,4 % |
-0,3 % |
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Wissenschaftliche Dienste |
+0,5 % |
+1,0 % |
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Wirtschaftliche Dienste |
0,0 % |
+0,1 % |
Regionale Gewinner und Verlierer
Die Daten offenbaren ein deutliches geografisches Gefälle in der wirtschaftlichen Entwicklung. Während sich Osteuropa bemerkenswert widerstandsfähig zeigte, hatten Teile Nordeuropas und des Baltikums zu kämpfen.
Spitzenreiter: Bulgarien (+4,6 %) und Ungarn (+3,7 %) führten die monatlichen Zuwächse an. Ungarn sicherte sich zudem mit einem Plus von 7,6 % den Spitzenplatz im Jahresvergleich.
Stärkste Rückgänge: Estland meldete einen signifikanten monatlichen Produktionsrückgang von 16,3 %, gefolgt von Luxemburg mit -9,5 %.
„Obwohl der monatliche Rückgang auf eine vorübergehende Atempause hindeutet, bestätigen die Jahreszahlen, dass der Motor des europäischen Dienstleistungssektors weiterhin aufwärts läuft – primär angetrieben durch ein sattes Plus von 4,0 % im Tech- und Kommunikationssektor des Euroraums im Vergleich zum Vorjahr.“
Der jährliche Ausblick
Mit Blick auf den 12-Monats-Horizont bleibt der Sektor Information und Kommunikation der wichtigste Wachstumsmotor des Kontinents. Im Gegensatz dazu hinkt das Gastgewerbe weiter hinterher und bleibt die einzige Hauptkategorie mit einem jährlichen Rückgang (-0,8 % im Euroraum), was die anhaltenden Herausforderungen für die Tourismusbranche unterstreicht.
