Einen Tag nach seinem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Wie Selenskyj heute
mitteilte, habe er mit Trump eine Zusammenarbeit zur Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung vereinbart.
„Wir haben über Möglichkeiten im Bereich der Luftabwehr gesprochen und vereinbart, gemeinsam daran zu arbeiten, unseren Himmel besser zu schützen“, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.
Außerdem habe man sich „detailliert“ über die Kapazitäten der Rüstungsindustrie sowie über gemeinsame Produktionsprojekte ausgetauscht. Das Gespräch bezeichnete Selenskyj als „wichtig und hilfreich“.
Zurückgehaltene Waffenlieferungen
Erst vor wenigen Tagen hatte das US-Verteidigungsministerium zuvor zugesagte Waffenlieferungen an die von Russland angegriffene Ukraine vorübergehend gestoppt – mit Verweis auf eine Überprüfung der Bestände. Medienberichten zufolge betraf das unter anderem Patriot-Raketen, die für die ukrainische Luftverteidigung von großer Bedeutung sind. Ob diese Waffen inzwischen wieder geliefert wurden, ließ Selenskyj offen.
Am Vortag hatten Trump und Putin ihr sechstes Telefonat seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar geführt. Auf die Frage eines Reporters, ob eine Einigung zur Beendigung des russischen Angriffskrieges näher gerückt sei, antwortete Trump: „Nein, ich habe überhaupt keine Fortschritte mit ihm erzielt.“ Er fügte hinzu, dass ihn der anhaltende Krieg „nicht glücklich“ mache.
Laut Moskauer Angaben bekräftigte Putin in dem Gespräch, dass Russland an seinen Zielen in der Ukraine festhalte. Gleichzeitig habe er sich offen für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Kiew gezeigt. Foto-The Presidential Office of Ukraine, Wikimedia commons.
