Deutsche Ermittler haben einen großen Fund mutmaßlich gefälschter Kunstwerke im Millionenwert sichergestellt – darunter Werke, die fälschlicherweise Pablo Picasso, Peter Paul Rubens und
Rembrandt van Rijn zugeschrieben wurden.
Wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag mitteilte, erstreckte sich die Aktion über Deutschland und mehrere Nachbarländer. Mehrere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen, inzwischen jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Weitere Details wollen die Behörden am Freitag bekannt geben.
An dem groß angelegten Einsatz waren neben der Staatsanwaltschaft Amberg auch die Kunstfahnder des LKA beteiligt. Einige der gefälschten Werke seien so täuschend echt gewesen, dass sie auf dem Kunstmarkt einen Preis in zweistelliger Millionenhöhe hätten erzielen können, hieß es.
Die beschlagnahmten Kunstwerke ahmten die Stile einiger der berühmtesten Künstler der Kunstgeschichte nach. Der Spanier Pablo Picasso, Mitbegründer des Kubismus, prägte die Moderne mit seiner geometrischen Darstellung von Formen. Der flämische Barockmaler Peter Paul Rubens war berühmt für seine dynamischen Kompositionen und üppigen Darstellungen, während der niederländische Meister Rembrandt durch sein meisterhaftes Spiel mit Licht und Schatten – bekannt als „Chiaroscuro“ – weltberühmt wurde.
Der Fall verdeutlicht einmal mehr, wie groß die Herausforderung der Kunstfälschung auf dem europäischen Kunstmarkt bleibt – einem Markt, in dem selbst erfahrene Sammler von überzeugenden Imitationen getäuscht werden können. Foto- Dickelbers, Wikimedia commons.
